200. Geburtstag Theodor Fontane

Schon vor zwei Jahren begann die Ideenschmiede für die Ehrung Theodor Fontanes zu seinem 200. Geburtstag. Am 30. Dezember 1819 wurde Heinrich Theodor Fontane in Neuruppin geboren – und in ganz Brandenburg feierte man 2019 diesen Mann, also auch in Wittenberge.

Theodor Fontane gilt als bedeutender Schriftsteller des Realismus und schrieb neben literarischen Werken auch als Journalist, betätigte sich als Theaterkritiker und übersetzte Shakespeares Hamlet.

Die Kunstkurse des Jahrganges 10 erarbeiten von September bis Dezember 2018 zu Fontanetexten kalligraphische Blätter und gestalten z.B. Fontane-Porträts im Pop-Art-Stil für eine Ausstellung im Stadtmuseum Wittenberge im September 2019.

Wir näherten uns dem Schaffen Fontanes eher auf ungewöhnliche Art und studierten dessen Aphorismen und Gedanken zu den unterschiedlichsten Lebensbereichen und Lebenslagen und lernten Brandenburgs „großen Sohn“ als feinsinnigen, geistreichen, humorvollen, genau beobachtenden und vielseitig interessierten Mann kennen, dessen Weisheiten und Sinnsprüche auch heute noch absolut ins Schwarze treffen. Kostproben? Bitteschön:

Man ist nicht bloß ein einzelner Mensch, man gehört einem Ganzen an.

Es gibt viele Hähne, die meinen, dass ihretwegen die Sonne aufgeht.

Haltet die Bösen immer voneinander getrennt. Die Sicherheit der Welt hängt davon ab.

Wer ein Ziel will, darf den Weg nicht scheuen, er sei glatt oder rau.

Am Mute hängt der Erfolg.

Wo Verstand befiehlt, ist der Gehorsam leicht.

Der Standpunkt macht es nicht, sondern die Art, wie man ihn vertritt.

Frauen, die beständig mit einem kleinen Dolch spielen, kann ich nicht leiden.

Die Ausstellung mit mehr als 100 künstlerischen Arbeiten eröffneten wir mit einer Vernissage. Schüler lasen dabei Fontanetexte, die sie auch künstlerisch in der Kalligraphie umgesetzt haben, und untermalten die Veranstaltung mit kurzen Darbietungen musikalisch. Die rund 30 Gäste des Abends waren entzückt bis begeistert – ebenso wie die zahlreichen Besucher, so berichtete man uns, die in den nachfolgenden zwei Monaten unsere Exposition betrachteten.

Begriff: Kalligrafie oder Kalligraphie (griechisch καλλιγραφία kalligraphía, von καλός kalós, deutsch ‚schön‘, und -grafie) ist die Kunst des „Schönschreibens“ von Hand mit FederkielPinsel, Filzstift oder anderen Schreibwerkzeugen. Die Kalligrafie steht im Gegensatz zur Typografie, dem Setzen von Schrift mit vorgefertigten Formen.

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