Einblicke in Wittenberger Firma : „Chemie macht richtig Spaß“

vom 8. Juni 2017
Aus der Redaktion des Prignitzers

IOI Oleo GmbH und Marie-Curie-Gymnasium erneuern ihre Kooperationsvereinbarung und wollen auch diese Botschaft transportieren

Energydrinks, Stift zur Lippenpflege, Kosmetika, Waschmittel: Aus gutem Grund präsentiert die IOI Oleo GmbH diese und andere Produkte, als die Gymnasiasten aus dem Wahlpflichtkurs Naturwissenschaften in der Klassenstufe 10 mit ihrem Fachlehrer Mario Dahse im Unternehmen zu Gast sind. Vermittelt die kleine Präsentation den Mädchen und Jungen doch einen ersten Eindruck davon, wo überall die im Wittenberger Unternehmen hergestellten Fettsäuren und Ester verarbeitet sind. Vertiefende Erkenntnisse über das Chemieunternehmen werden die kommenden Monate bringen, sind sich Mario Dahse und Betriebsleiter Dr. Ronald Apel sicher. Beide setzten jetzt ihre Unterschrift unter eine Vereinbarung, die die Kooperation zwischen dem Marie-Curie-Gymnasum und der IOI Oleo GmbH fortführt und intensiviert. 28 Schüler nehmen an dem Wahlpflichtkurs teil. Ihr erster auf der Kooperationsvereinbarung basierender Kontakt mit dem Unternehmen ist – aufgeteilt in zwei Gruppen – ein Betriebsrundgang, der auch zu der 2012 in Betrieb genommenen neuen Esteranlage und zur Pilotanlage führt, wo neue Produkte entwickelt und in Kleinmengen hergestellt werden, bevor sie in die Großproduktion gehen. Die Gymnasiasten erfahren, dass die IOI Oleo GmbH nachwachsende Rohstoffe verarbeitet. Aus den pflanzlichen Ölen und Fetten entstehen Fettsäuren und Ester für weiterverarbeitende Industrien. Und sie erfahren von Betriebschef Apelt noch etwas anderes. Seine Botschaft an die Schüler: „Chemie macht wirklich Spaß.“ „Diese Überzeugung möchten wir den jungen Leuten mit auf den Weg geben, ihnen das auch in der Praxis vermitteln“, sagt Apel. Auf der Grundlage der vorherigen Kooperationsvereinbarung haben Schule und Betrieb beispielsweise für Projekte von Jugend forscht zusammengearbeitet. Das ist eine Option auch für die jetzt erneuerte Vereinbarung.

Ronald Apel (l.) und Mario Dahse besiegeln im Chemiebetrieb die Vereinbarung. Foto: Barbara Haak

Dahse und Apel blicken auch über die Schulzeit der jungen Leute hinaus, haben den Berufsnachwuchs im Auge. Die Kooperation von Betrieb und Schule kann das Interesse des einen oder anderen so fördern, dass er sich zu einem Studium in einer chemischen Fachrichtung entschließt. Und wenn es kein Studium wird, dann kann es auch eine Ausbildung bei der IOI Oleo GmbH sein. Die Möglichkeit gebe es, betont der Betriebsleiter und erklärt: „Wir haben mit 16 Prozent eine hervorragende Ausbildungsquote.“ Wer seine Ausbildung entsprechend gut abschließe, könne auch damit rechnen, in dem Chemieunternehmen Berufserfahrung sammeln zu können.

von Barbara Haak
erstellt am 08.Jun.2017 | 12:00 Uhr
Diese Seite wurde erstellt von Leon Gröning im Rahmen des Projektes „RELAUNCH“ im Zuge der Projektwoche 2017.