Landeswettbewerb “Jugend forscht 2015” Schwarzheide

Seit 2004 nehmen Schülerinnen und Schüler unserer Schule mit ihren Projekten aus verschiedenen Fachbereichen regelmäßig am Wettbewerb “Jugend forscht” teil und haben das Niveau dieses Wettbewerbs mit hervorragenden Platzierungen mitbestimmt. Dafür erhielt unsere Schule im Jahr 2013 den “Jugend forscht” Schulpreis. Die Abiturienten dieses Jahrgangs haben die Tradition mit bemerkenswerten Projekten fortgesetzt.

Das Team Mathematik/Informatik mit Alexander Skodda, Sebastian Fritsch und Sebastian Gerloff (aus dem 10. Jahrgang) arbeitete mit Unterstützung von Herbert Postler, Ingenieur bei der Firma Nass-Schaltanlagen, und der Physiklehrerin Martina Cohn am Projekt “Smart-Grid – intelligentes Netz”.

In dem Projekt ging es darum, die Netzschaltung zwischen drei Haushalten, von denen einer mit Solarzelle und Speicherbatterie, einer nur mit Solarzelle und einer ohne diese Dinge ausgerüstet war, so zu programmieren, dass immer der günstigste verfügbare Strom verbraucht wird. Mitunter ist es nämlich vorteilhafter, den selbst erzeugten Solarstrom erst zu speichern und günstige Energie aus dem öffentlichen Netz zu verbrauchen. Steigt der Preis im Netz, wird der Strom aus dem Akku eingespeist und damit Geld verdient. Diese clevere Idee gefiel auch den Juroren und die Schüler fuhren als Regionalsieger zum Landeswettbewerb. Ihre Arbeit wurde mit dem 3. Preis und dem Sonderpreis für erneuerbare Energien belohnt.

Eine zweite Gruppe des Gymnasiums hat sich sehr erfolgreich im Bereich Chemie mit der Konzeption einer günstigen Extraktionsmethode für etherische Öle beschäftigt. Die Herausforderung dabei war, jene Öle, deren Dichte nahezu gleich derjenigen von Wasser ist, nach der Destillation vom Wasser zu trennen. Im Zentrum der Untersuchung stand dabei das Öl aus der Liebstöckelwurzel, welches gemeinhin als Maggikraut bekannt ist.

Unterstützung erhielt die Gruppe vom Prignitzer Institut für Thermoanalytik, wo sie unter Anleitung von Gertrud May analytische Verfahren kennenlernten und die Labortechnik nutzen konnten. Schließlich haben sich die Schüler auch mit der Restgutverwertung auseinander gesetzt, denn nach der Gewinnung der geringen Ölmengen bleibt viel Pflanzenmaterial übrig. Die Recherche ergab, dass diese Reste zu Pellets gepresst werden können, die man als Fischfutter verwenden kann. Der Anglerverband bestätigte die Eignung. Die Schülerinnen Fina Gießler, Alexandra Ruben und Sebastian Fritsch, der seine Leidenschaft für die Naturwissenschaft schon früh entdeckte und an beiden Projekten arbeitete, waren mit diesem Projekt erfolgreich und erlangten als Regionalsieger im Landeswettbewerb den 2. Preis.

Regionalfinale “Jugend forscht 2015” in Brandenburg/Havel